Das Akkordeon


Das Akkordeon gehört zur Gruppe der Handzuginstrumente und wurde um 1830 in Wien entwickelt. Die Tonerzeugung erfolgt durch Stimmzungen, die mittels eines Balges durch Zug- und Druckluft in Schwingung versetzt werden. Beim Akkordeon existieren auf der Diskantseite (rechts) sowie auf der Bassseite (links) unterschiedliche Anordnungen der Tasten. Im Diskant wird zwischen Tasten- und Knopfsystem unterschieden. Die Bassseite besteht aus einer Akkordkoppelmechanik, die dem Akkordeon seinen Namen verleiht. Seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde für das Akkordeon ein zusätzliches drittes Manual entwickelt, das dem Spieler die Möglichkeit des polyphonen Spiels gibt. Die verschiedenen Tastensysteme treten regional unterschiedlich auf. So ist in Russland das Knopfakkordeon unter dem Namen Bajan weit verbreitet. In Deutschland spielen Akkordeonisten sowohl Tasten- als auch Knopfakkordeons.





Die Steirische Harmonika


Im Gegensatz zum Akkordeon erklingt bei der Steirischen Harmonika (diatonische Harmonika) auf Zug und Druck des Balges ein anderer Ton. Dieser spieltechnische Unterschied grenzt die Literaturauswahl in dem Maße ein, dass auf dem Instrument ausschließlich volkstümliche Musik gespielt werden kann. Einen Grund dafür stellt auch die begrenzte Verfügbarkeit von Tonarten dar. Je nach musikalischem Verwendungszweck wird die Steirische Harmonika für das Zusammenspiel mit Blechblasinstrumenten, für den Soloeinsatz oder auch mit Streichern in den benötigten Tonarten hergestellt.